Putin sieht rot – Mütterchen Borschtsch und die Krise

DSC03909Krim Krise – der Rote Bete Diplomat ist gelandet…

Frostige Stimmung auf der Krim.
Die Ukraine zieht sich warm an, denn Putins kalter Atem wabert in dicken Schwaden über die Halbinsel. Auch der Rest der Welt hat längst kalte Füße bekommen:
Eiskalt steckt Außenminister und Antagonist Sergei Wiktorowitsch Lawrow die Grenzpfosten ab, während die Herren Steinmeier und Kerry dumm aus der Wäsche gucken.
Höchste Eisenbahn also für Agent Rote Bete.
Borschtsch – das ist heiße Suppe für frostige Gemüter. Das ist Kulturgut fern jedweder Territorialansprüche. Das ist Völkerverständigung und kleinster gemeinsamer Nenner zwischen Majdan und rotem Platz. Glaubt man der Legende teilen Borschtsch und Krim dasselbe Schicksal.
Beides zunächst integraler Bestandteil der Ukraine hat der böse Ivan im Laufe der Zeit das Feld für sich besetzt. Fällt heute das Wort Borschtsch denkt zunächst niemand an Kiew, zu groß scheint die Strahlkraft des ungeliebten Bruders. Wie dem auch sei, wir sind auf Friedensmission und bitten beide Parteien zu Tisch. Wir reichen die Hand, brechen das Brot, dritteln den Wodka und teilen die Suppe.

DSC03914Borschtsssssschhhhhhhh….. Gesundheit!!!!
Das Gericht ist schneller gekocht als die Krim okkupiert, hält man sich an Dosenware.

Gulaschkanone bereithalten und zwei große Zwiebeln in reichlich Alsan goldbraun anbraten zusammen mit ca.300g Kartoffeln und 2 großen Möhren. Dann geben wir mit Bedacht Tomatenmark hinzu. Nach zwei Minuten löschen wir die Jause mit drei oder bzw. vier Tassen Wasser ab. Ein halbe Packung Sauerkraut (ca.300g) & 2 Lorbeerblätter einmengen. Agavensirup nach Gusto.

Wir warten und warten und nach zwei weitere Runden Wodka Wick-Blau betritt der Kopf des Ensembles die Bühne. Die Rote Bete nehmen wir vorgekocht aus der Vakuumverpackung. Das schont die zarten Fingerchen, die wir ohnehin am Abzug der AK 47 belassen. Die ganzen Knollen in den Pott werfen, Deckel auflegen und warten und warten und Wodka trinken.

Mit Silberblick sind wir nach fünfzehn Minuten zurück in der Küche. Pürierstab auf Volllast und auf ins Gefecht. Vergesst nicht die Lorbeerblätter vorher zu entfernen. Sobald sich nichts mehr bewegt und ihr 3 Liter blutrote Pampe vor der Flinte habt, wird es Zeit anzurichten.

Mit Smetana, der sauren Sahne die nach Ikea Regal klingt. Wir präferieren hier als Äquivalent selbstgemachte Cashew Sahne. Das ist der Clou, wenn die Süße der Cashew die Säure der Suppe bezirzt. Dill fehlt auf keinem Sowjet Teller, wir nehmen gleich drei Fußballfelder. Ein winterkarges Graubrot reichen, eindippen und genießen. Wir vernichten die Suppe im Kollektiv und stimmen ein melancholisches Lied aus besseren Tagen an, als der Vorhang noch eisern und die Mauer noch da war.

Breaking hoch-erfreuliche News:
Gagausien, die autonome Region der Republik Moldau plant den Anschluss an Mütterchen Rußland. Meinen herzlichsten Glückwunsch an dieser Stelle. Dem Lockruf des großen Bären ist schon so mancher erlegen, wer will es den Gagausen verübeln.

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