Aufbruch nach Utopia – Viva la Revolution

RevolutionDer Maya Kalender bringt die Prophezeiung. Lange vor unserer Zeitrechnung und der Gründung der Europäischen Union, befanden leicht bekleidete Schamanen in Jaguarkostümen: Der jüngste Tag wird kommen.

Nun, mit leichter Verspätung eingetroffen, bleibt nichts wie es einst war. Im beschaulichen Karlsruhe befanden Priester in roten Roben beim letzten Gericht: „Im Europäischen Parlament mischt ab heute jeder mit, der über achtzehn und bei minder klarem Verstand ist.“ Kein okkulter Ritus sondern eine paragraphenkonforme Entscheidung von enormer Tragweite.

Piraten und AfD, Hand in Hand in den Untergang.

Nun was bedeutet dieser politische Meilenstein konkret für uns als vegane Gutmenschen? Die Antwort ist so schlicht wie einleuchtend: Alles scheint möglich, jetzt da die 3 % Mauer gefallen ist.

Wir greifen nach der Macht, mit einer Stimme in Brüssel. Endlich mitspielen; Stuhl an Stuhl mit den Großen in der Schaltzentrale der Macht. Die Tierschutzpartei, belassen wir dabei in ihrer Totenstarre. Wir stellen die Uhren lieber gleich auf Null und beginnen von vorne: Mit der Gründung einer neuen Partei. Frei von Sachzwängen und Parteienproporz.

Die Backpflaumen: Weil Europa den Rettich braucht.

Unsere Kernforderungen wurden bereits in einem Manifest festgehalten, vorab einige Auszüge:

  • Drakonische Strafen bei Wurstvergehen. Auch Minderjährige müssen nach dem Verzehr von Bärchenwurst mit schwedischen Gardinen rechnen.
  • Stopp sämtlicher Autobahnprojekte in Castrop-Rauxel, da Krötenwanderwege gekreuzt und damit nachhaltig zerstört werden.
  • Buletten  in Bahnhöfen, europäischer Großstädte gehören abgeschafft.
  • Den Grünen verordnen wir nicht ein veganes Mittagessen in der  Gourmet-Kantine des Europäischen Parlaments, sondern gleich fünf. Montag bis Donnerstag: Kohlrabischnitzel, dazu Selleriesalat. Freitags gibt’s Fisch pompös: Veganen Thunfisch aus Klebereiweiß, dazu ein Glas Grünkernmilch.
  • Transnationaler Abbau von Handelshemmnissen: Importzölle bei Einfuhr von genmanipulierter Sojamilch gehören abgeschafft.
  • Wir fordern: Dynamischer Lauch- und Steckrübenackerbau anstelle von Raps-Monokulturen.

Change. Wieviel Kraft in diesem Wort doch liegt! Noch immer. Ich träume von einer Zukunft in der meine Kinder barfuß auf sattgrünen Rettichfeldern spielen. Fleischlose Fernfahrer, Altbatterien nicht achtlos an der nächsten Autobahnausfahrt im Gebüsch entsorgen. Der Italiener um die Ecke Sonnenblumenkerne als Bologneseersatz serviert und Oma Trude zu Weihnachten Christstollen aus Hanfmilch backt. Kurzum eine EU in der Menschen mit Idealen und weißen Socken unter den Kautschuk-Sandalen die politische Agenda bestimmen.

Wir können es schaffen, die Zeit ist reif.

Change!

Bildquelle: Philippe Leroyer (CC BY-NC-ND 2.0)

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