Don Veganos Leibgericht: Vegane Pizza mit Pseudokäse

pizzaEines morgens erhielt Don Vegano den verhängnisvollen Anruf. Gerade noch den letzten Geschäftspartner mit Betonschuhen im nahegelegenen Baggersee versenkt, klingelt das Mobiltelefon. Am anderen Ende, der Hausarzt: „Boun giorno monsignore, also ihr Ergebnis ist da. Laktoseintoleranz. Mit Pizza Funghi ist jetzt Schluss.“ Nach wochenlanger Depression und Therapie stieß er schließlich auf das folgende Rezept.

Zutaten

  • Mehl
  • Wasser
  • Trockenhefe
  • Olivenöl
  • Zucker
  • Passierte Tomaten
  • Knoblauch (optional)
  • Favorisierter Belag
  • Wilmersburger Pizzaschmelz
  • Kräuter (Italienisch, Basilikum etc.)
  • Oregano
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Wir machen alles selbst. Keine gekauften Pizza-Kits, kein vorbereiteter Teig zum Ausrollen und erst recht kein Fertig-Tiefkühlmüll. Fangen wir also mit dem Teig an. 250g Mehl werden mit einem Tütchen Trockenhefe vermischt und anschließend mit 125ml Wasser übergossen. Dazu noch ein bis zwei Esslöffel Olivenöl und ein wenig Salz, sowie Zucker. Jetzt wirds spaßig. Die klebrige Pampe dürft ihr fröhlich mit den Händen durchkneten bis ihr eine ordentliche Teigkugel geformt habt. Die könnt ihr direkt zurück in die Schüssel schmeißen und mit einem Küchentuch abdecken. Ofen auf niedrige Stufe bei ca. 50 Grad, Schüssel rein, eine Stunde warten.

Der Teig sollte nun aufgegangen sein und ist bereit zum Ausrollen. Backpapier und Nudelholz mit Mehl bestreuen, Teig ausrollen und den Rand umklappen und festdrücken. Das Ergebnis sollte ungefähr wie folgt aussehen, kann natürlich gerne auch runder und weniger dilettantisch sein. Ähem. Ich habe hier übrigens Weizenmehl benutzt, daher die dunklere Farbe. Das könnt ihr ganz nach Geschmack natürlich halten wie ihr wollt.

pizzateigWeiter geht es mit der Sauce. Dazu kippt ihr die passierten Tomaten in eine Schüssel und schmeißt ordentlich Kräuter, Salz und Pfeffer hinterher. Ich greife hier meist auf eine Mischung aus dem Streuer oder Tiefkühlregal zurück. Hauptsache es ist grün und schmeckt euch. Außerdem haue ich immer noch eine gehackte Knoblauchzehe mit in die Sauce. Schmeckt die Sauce einfach ab bis sie euch passt und verteilt sie anschließend auf dem Teig. Die Menge bestimmt ihr dabei am besten selbst. Ich lande meist irgendwo bei 200ml.

Nun kommt der Knackpunkt veganer Pizza. Es gibt keinen Käse. Ihr könnt ihn tatsächlich einfach weglassen oder auf ein Ersatzprodukt zurückgreifen. Bekannt ist hier der Wilmersburger Pizzaschmelz. Yay, Product Placement! Damit kommt ihr noch mit am ehesten an eine einigermaßen authentische Käse-Experience ran. Also ab auf die Pizza damit.

pizzawilmersburgerJetzt fehlt nur noch der Belag. Da bin ich inzwischen ziemlicher Purist. Bei mir geht eigentlich nichts über Champignons, aber eine Gemüsemischung mit Pepperoni als Krönung geht auch immer klar. Kollege Dennis schwört übrigens auf Auberginen. Das muss ich noch dringend ausprobieren.

Wie dem auch sei, Belag drauf, Ofen auf 180 Grad, Pizza rein und warten bis die gewünschte Bräunung erreicht ist. Wundert euch nicht, der Fake-Käse schmilzt leider nicht ganz so gut wie echter Käse. Ist die Pizza fertig, rundet ihr sie noch mit einer Prise Oregano ab und könnt wie Don Vegano wieder seelig grinsend am Betonmischer stehen.

Buon appetito!

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3 Gedanken zu “Don Veganos Leibgericht: Vegane Pizza mit Pseudokäse

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