Der Plattenpapst kommt aus dem Orient Pt. I – Libanesisches Gewürzbrot und Auberginenpüree

Libanesisches Gewürzbrot und AuberginenpüreeHier kommt die Faust aus Beirut, die euch mit voller Wucht trifft und bereits in der ersten Runde zu Boden gehen lässt. Der Libanon weiß wie es läuft; Vegane Küche in Reinform zelebriert. Ein Tisch gedeckt mit Köstlichkeiten aller Art, gemeinhin als Mezze Platte bezeichnet; der Auftakt zu einer Serie an Rezepten bis der Teller überquillt. Den Anfang macht die ruhmreiche Gewürzmischung Zatar, Za´tar, Zateer, Zataar blabla, wie auch immer das Kind heißen möge. Zatar auf Brot bzw. vielmehr auf Mini-Fladenbrot. Die dominanteste Rolle in diesem Orchester nimmt dabei Tymian ein, weshalb das Gewürzbrot auch Tymian-Plätzchen genannt wird. Korrekt wäre wohl eher die Bezeichnung Manoushi-Brot oder Manakakeish bil zahtar. Ferner besteht die Besetzung aus Oregano, geröstetem Sesam und Sumach, ein säuerliches Gewürz das orientalischen Gerichten häufig die charakteristische Note verleiht. Kinderleicht also in der Zusammenstellung; einfach alles in rauen Mengen zusammenkloppen. Wie bei allen Gewürzmischungen gilt auch hier: Es gibt hunderte Spielarten, manch einer sieht zusätzlich Cumin oder Majoran vor. Alles schon gesehen.

Genug gelernt, auf die Plätzchen fertig los!

Der Teig fürs Fladenbrot geht leicht von der Hand. Für acht kleine Plätzchen, in der Größe wie ihr sie auf dem Bild erahnen könnt, brauchen wir:

  • 200gr Vollkornmehl
  • ½ TL Trockenhefe
  • 1 Idee Zucker
  • ½ TL Salz
  • 110 ml Wasser lauwarm
  • 1 TL Öl

lorem ipsum blablabla kneten blablabla lorem ipsum mindestens eine Stunde gehen lassen. 8 kleine Kugeln blablabla Teig dünn ausrollen, Rockefeller nehmen die Tortillapresse. Wir bestreichen die Fladen mit insgesamt 6 EL Olivenöl und geben anschließend 5 EL Zatar darauf. Das macht ergo 2-3 TL für jedes Brot. Damit sind wir durch. Bei 150 Grad backen die Fladenbrote nun quälend lange 20 Minuten.

Hinreichend Zeit also, um den Dip für die libanesische Sause vorzubereiten. So ziemlich jede Nation der südlichen Hemissphäre kennt irgendeine Art von Auberginenpüree. Der Balkan serviert sie im Team mit Paprika und nennt das ganze Ajvar. Der nahe und mittlere Osten, das Mekka der Aubergine, hält unzählige Variationen vor: Pur, mit Olivien, mit Schafskäse, Ei, Joguhrt, Granatapfel etc. etc. , müßig alle aufzuzählen und bei Weitem nicht immer vegan. Die vorgestellte Version hört auf den Namen Baba Ganoush, gefertigt aus den Hausgewürzen der libanesischen Küche: Knoblauch, Olivenöl, Tahin, Paprikapulver, Kreuzkümmel und Zitronensaft.

Wir starten wie folgt: Aubergine im Backofen sehr lange, betone sehr sehr lange backen. Die Aubergine sollte schwarz wie eine Nacht ohne Mond sein. Haut abziehen, Fruchtfleisch abpellen und im Sieb auspressen. Das Fruchtfleisch in eine Schüssel geben und mit Tahin, Zitronensaft, Cumin, Knoblauch aus der Presse und Zitronensaft vermengen. Salzen/Pfeffern und eine Mulde in die Mitte der Pampe rühren. Die Mulde füllen wir mit Olivenöl auf. Lasst euch bloß nicht lumpen, mit gutem Olivenöl. Chilli und Paprikapulver über den Rand streuen und mit Petersilie garnieren. Bereits optisch ein Hochgenuss.

Alles anrichten, Freunde einladen, Applaus ernten. Gesund, einfach, köstlich. Das ist veganes Essen am Limit der Tachonadel.

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