Auf ein Frühstück mit dem Zar: Kascha, Buchweizenbrei aus Russland

DSC03859Hier kommt die kosakische Antwort auf Britanniens Klassiker Hafer-Porridge.

Kascha, ist ein matschiger Brei aus Buchweizen der zum russischen Kulturgut gehört. Buchweizen zählt zu den sogenannten Pseudogetreiden. Getreide also, das faktisch gar keines ist. Der schöne Schein. Das kommt uns, auch aus anderen Lebensbereichen, nur allzu bekannt vor. Ich spreche hier nicht von der TV-Werbung, in der Schauspieler in weißen Kitteln noch viel weißere Zähne versprechen. Auch auf die Gefahr hin, ab heute als Verschwörungstheoretiker verklärt zu werden; Es gibt zuhauf vermeintliche Tatsachen, denen bei Lichte betrachtet eine Inszenierung anhaftet, die keineswegs auf Fakten beruht. Da gibt es pseudo Wissenschaftler die pseudo Studien veröffentlichen. Pseudo Politiker die sich auf selbige Erhebungen berufen um ihrem politischen Unsinn den nötigen Nachdruck zu verleihen. Ich denke da an einen Mann, der einst der SPD sehr nahe stand. So lange bis er erkannte, dass man durch krude Thesen gern gesehender Gast in sämtlichen Talkshows und Podiumsdikussionen der Republik wird. Heute erscheint das neueste Manifest des Großmeisters….Gleiches gilt umgekehrt: Weil die Wahrheit umbequeme Fragen aufwirft, werden Untersuchungen kurzerhand schöngefarbt oder um bzw. weggedeutet. Ganz so wie der unbequeme Armuts-und Reichtumsbericht den die Vorgängerregierung kurzerhand unter den Tisch fallen lies, weil es die hässlichen Seiten der Arbeitsmarktpolitik zu Tage gefördert hätte.

Wie dem auch sei. Fakt ist: Buchweizen schmeckt. Fakt ist auch: Was aus Rußland kommt hat sich im sibirischen Winter hinreichend bewährt. Ich persönlich kenne kein russisches Sommergericht und sollte da draußen eines existieren – ich hätte meine Skepsis…Deftige Wintergerichte gibt es jedenfalls zur Genüge. So auch Kascha das von innen wärmt und lange vorhält. Es soll Leute geben, die Kascha auch in der süßen Variante kennen und schätzen gelernt haben. Zu jenem Personenkreis zähle ich nicht. Daher möchte ich nachfolgend einige herzhafte Variationen vorstellen. Wie bei vielen unserer Gerichte gilt hier im besonderen das Baukasten Prinzip.

Beginnen wir also mit dem Grundgerüst und steigern uns je nach Geschmack und Zeit, die euch am Morgen bleibt.Das Prinzip ist gänzlich einfach und orientiert sich an der Zubereitung von Hirse oder Reis: Buchweizen unter klarem Wasser kräftig abspülen. Anschließend gebt ihr den Buchweizen im Verhältnis Buchweizen/Wasser 1:2 in einen Topf. Gemüsebrühe und Butter dazu, vorsicht Haftbefehl Rhyme; wer Bock drauf hat nen Lorbeerblatt. Aufkochen-Herd aus-20min der inneren Ruhe-fertig!

Der Buchweizen hat das Wasser nun vollständig aufgesogen, bleibt nur noch die Pfeffermühle zu prügeln. Das Fundament steht, die Einrichtung bleibt euch überlassen. Folgende Dinge kann man machen, ich will aber betonen, dass auch die Basisvariante vorzüglich schmeckt:

  • Mohn
  • Tahin
  • Petersilie/Dill
  • Worchestershire Sauce vegan
  • Muskatnuss

Wer ganz stilsicher unterwegs sein will, nimmt veganen Fake Kaviar, saure vegane Sahne und Dill. Dazu nen kräftiges Bauernbrot, rau wie die Natur. Ich hatte die Mohn Variante mit Kresse und Senf. Lecker! Das Bild zeugt von der Heldentat, wie immer abscheulich.

Solltet ihr ne Variante finden, die aus den Latschen haut, lasst es uns wissen.

Hark!!!

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3 Gedanken zu “Auf ein Frühstück mit dem Zar: Kascha, Buchweizenbrei aus Russland

  1. @ Cthulhu danke für die Blumen. @ Dr. Greesvolt Ihnen darf ich folgende Variante ans Herz legen. Kascha mit Warenje einem Marmeladengebräu aus Apfel Zucker Kardamon und Wodka. Hundert Euro solltest du das beim nächsten gemeinsamen Frühstück servieren.

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